48. Schorlemer HZP in Oerlinghausen-Währentrup

Schorlemer 2017 - Gruppe SCL

Die Schorlemer HZP ist der Höhepunkt im Prüfungsjahr bei Deutsch-Langhaar. Es ist eine internationale Zuchtausleseprüfung, bei der die besten zukünftigen Zuchthunde vorgestellt werden. Eine Ehre ist es, dabei zu sein. Vom SCL duften heuer acht Gespanne nach Oerlingshausen-Währentrup fahren.

Die 48. Schorlemer HZP wurde von der DL-Gruppe Nordwest in Ostwestfalen-Lippe ausgerichtet. Drei Tage lang durften wir tolle Hunde mit herausragenden Leistungen erleben. Die Reviere begeisterten uns mit gutem Wildbesatz. Das Wasser war anspruchsvoll, eine Herausforderung.


Treffpunkt ist um 10 Uhr in der Reitanlage von Langhaar-Züchter Albrecht Brokmeier. Nach und nach trudeln die Teilnehmer aus der ganzen Republik und sogar aus Österreich ein.

Erste Station für alle ist das Reiterstüberl, dort warten schon Kaffee und Kuchen auf die Weitgereisten. Dann geht es gleich zur Anmeldung. Silke Timme, die Vorsitzende der DL-Gruppe Nordwest, und Maria-Theresia Niehues, Schriftführerin des DL-Verbandes, haben alles bestens organisiert. Ahnentafel, Impfpass und Jagdschein zu Maria-Theresia, alle anderen Unterlagen zu Silke Timme.

Ein paar Minuten später hat jeder ein Programm und seine Nummer in der Hand. Dann trifft sich alles zur offenen Richterbesprechung. Friedhelm Röttgen, 2. Vorsitzender des DL-Verbandes, erklärt noch einmal, worauf es bei der Zuchtschau ankommt.

Die Zuchtschau findet in der Reithalle statt. Im ersten Ring werden Rüden und Hündinnen der Jugendklasse gerichtet, im mittleren Ring die Rüden der Altersklasse und im dritten Ring die Hündinnen der Altersklasse. Vor der Reithalle machen sich die Hundeführer fertig zum großen Auftritt im Ring. Dann geht's los.

 

Umrahmt von Jagdhornklängen begrüßen Silke Timme und Karin F. Ehrhardt die Hundeführer.

 

Der Präsident des Deutsch-Langhaar Verbandes hat alles im Blick, die Formwertrichter bewerten die Hunde der Jugendklasse

Die Erwartungen sind groß - bei allen

 

Für die ersten 9 Hunde geht es am Mittwoch nach der Zuchtschau sofort mit der Wasserarbeit los. Erste Prüfung: Die Schussfestigkeit am Wasser.

 

Schwieriger ist das Verlorenbringen. Denn wir müssen den Hund mit dem Wind ins dichte Schilf schicken.

Herbert Winkelströter, einer von vier Wasserrichtern

Napoleon vom Poppenforst hat alles richtig gemacht. Er hat beim Stöbern mit Ente sogar einen 12 geschafft. Herzlichen Glückwunsch. Bei so einer Leistung ist das Beinheben dann selbstverständlich ausdrücklich erlaubt.

Der nächste Hund ... so ist es brav.

Am Abend treffen sich alle im Suchenlokal im Hotel Mügge in Währentrup zur öffentlichen Richtersitzung mit Josef Westermann, Prüfungsobmann vom JGHV.

Am nächsten Morgen heißt es um 8 Uhr ausrücken in die Feldreviere. Wir begleiten Thorsten Rabeler mit Claus von der Frankenhöhe und Markus Fränkel mit Lindemann's Ernie. Gerichtet werden die beiden Hunde von Richterobmann Andreas Pohl, von Astrid Ahlers und Stefan Heuschkel. Stefan Heuschkel ist gleichzeitig auch der Revierführer. Mit dabei zur moralischen Unterstützung ist auch Maria Reiß.

Doch halt, bevor es jetzt richtig los geht, gibts erst noch ein kleines Frühstück, für Führer und Hund, versteht sich.

Die ersten Suchengänge und die Prüfung der Schussfestigkeit im Feld

maria im feld

Ein starkes Team - Maria Reiß hat beim Training geholfen, mit Erfolg, wird sich zeigen. Doch zum Ausruhen und Ratschen bleibt wenig Zeit, jetzt stehen die Schleppen auf dem Programm. Verstecken hinter der Hecke: Lindemann's Ernie darf natürlich nicht sehen, wo die Schleppe gezogen wird. 

Such verloren, Aport! So ist es brav!

Auch Claus von der Frankenhöhe meistert die Arbeit auf der Schleppe perfekt.

Und wann bin ich endlich dran mit dem Suchengang?

Endllich!

Der Suchengang in den Rüben war nicht einfach. Doch die Hunde wurden beide belohnt und konnten ihre Vorstehleistung beweisen: Rebhühner

Die Richter beraten sich - dann gibt es die Ergebnisse für Lindemann's Ernie: Nasengebrauch, Suchen, Führigkeit und Arbeitsfreude alles eine 11. Eine großartige Leistung! Herzlichen Glückwunsch!

Entspannt gehen die Hundeführer zurück zum Auto. Dieser Freitag, der 13. war ein guter Tag für sie, die anspruchsvolle Prüfung ist geschafft!

Doch noch ist die Veranstaltung nicht zu Ende: Am Freitag Nachmittag treffen wir uns alle wieder in der Reitanlage zur Vorstellung der Hunde. Die nehmen das alles ziemlich gelassen, langhaarmäßig eben.

Die Formwertrichter kommen auf den Reitplatz. Sie müssen den schönsten Rüden mit Leistung ermitteln, eine schwierige Aufgabe.

Wer ist der Schönste?

Die Wahl fiel schließlich auf Smirre von Buchheim (links), geführt von Heiko Tolkmitt. Herzlichen Glückwunsch! 

Dann werden nach und nach auch noch die anderen Rüden im Ring vorgestellt: Timmi von Buchheim ...

 ... Onchu vom Auwelt und Lindemann's Ernie

Auch die Hündinnen gehen in den Ring. Zunächst die Jugendklasse ...

... dann die Hündinnen der Altersklasse.

Schließlich sollen sich alle in einer Reihe aufstellen, zum Fototermin. Doch das klappt nicht ganz auf Anhieb.

Jetzt stehen auch hier noch die Miss-Wahlen an. Die Richter müssen zwischen zwei v/v/v-Hündinnen entscheiden: zwischen Gora von den Mainauen und Hilde vom Rehbrunn. Wer wird Miss Schorlemer?
Die Wahl fällt schwer, aber letztlich entscheiden sich die Richter für Hilde vom Rehbrunn, geführt von Albrecht Brokmeier (rechts), herzlichen Glückwunsch!

Der schönste Rüde und die schönste Hündin

Alle Hündinnen im Ring: Die Schorlemer 2017 hat wieder einmal gezeigt, der Deutsch-Langhaar Verband ist auch in Zukunft gut gerüstet, gesunde, leistungsstarke Jagdbegleiter zu züchten.

Szenenwechsel: Am Freitag Abend treffen wir uns alle im Suchenlokal zum grandiosen Festabend. Die Preise sind aufgebaut, die Gäste alle gekommen. Mit Jagdhornklängen wird der Festabend eröffnet. Am Tisch der Ehrengäste: die Verbandsspitze und viel Prominenz.

Silke Timme und Leonhard Schmieg (Mitte) begrüßen die Gäste, hier Jürgen Ziegler (rechts), den stellvertretenden Präsidenten der Landesjägerschaft Niedersachsen. Er hat für den Suchensieger einen besonderen Ehrenpreis mitgebracht: ein Dreier Hirschl

Auch dabei: Werner Horstkötter (links), der Vorsitzende des JGHV und Dr. Eckart Wendt (rechts), Zwinger vom Lönsstein - er hat die Deutsch-Langhaarzucht entscheidend mit geprägt.

Eike Behrens (links), Ehrenvorsitzender der DL-Gruppe Nordwest, auch er ein Urgestein der Langhaar-Zucht und Gerwin Günther, Präsident des Weltverbandes Deutsch-Langhaar und langjähriger Präsident des Deutsch-Langhaar Verbandes ...

... und Hermann Bauer (links), Zuchtwart des Österreichischen Deutsch-Langhaar Klubs. Schließlich bedankte sich Silke Timme noch ganz besonders bei Maria-Theresia Niehues für die Unterstützung bei der Durchführung der Schorlemer 2017 mit einer Ehrenfanfare.

Dann wird es richtig spannend: Die Ergebnisse werden verkündet: 

Suchensieger ist Napoleon vom Poppenforst, geführt von Jörg Blecker (links). Der zweite Platz geht an Schoko von Buchheim, geführt von Leonhard Schmieg.

Die Hunde des SCL mischen ganz oben mit. Sie belegen die Plätze zwei, vier, sechs, neun, zehn, elf und 15. und erzielen hohe Punktzahlen. Außerdem vorne mit dabei noch zwei Hunde aus dem Zuchtgebiet des SCL. Ein tolles Ergebnis auf das wir stolz sein können.
Michael Noppinger (Gismo von den Mainauen) und Udo Krämer (Aika vom Steigerwald)

Michael Moosburger (Gora von den Mainauen ) und Markus Fränkel (Lindemann's Ernie). Als Erstlingsführer kann er besonders stolz sein auf das tolle Ergebnis.

Manfred Stappenbacher (links, Wasti von der Riedleite) und Volker Rost (Attila vom Steigerwald)

Und wie auf jeder Prüfung darf einer natürlich auch diesmal nicht fehlen: Unser Roland Ostheimer. Er hat uns alle nicht nur moralisch bestens unterstützt.

Drei tolle Prüfungstage gehen zu Ende. Wir haben uns wohlgefühlt in Ostwestfalen-Lippe und sagen Danke schön zu allen, die diese Prüfung möglich gemacht haben. Dem SCL, dass wir dabei sein durften, der DL-Gruppe Nordwest für die perfekte Organisation, das schöne Ambiente und die tollen Reviere, den Richtern für ihre gerechte Bewertung. Die Schorlemer 2017 hat gezeigt, welche schönen und leistungsstarken Hunde wir führen. Jetzt müssen sie in der Jagdpraxis zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Horrido!